Testfrage.

Wir haben heute viel gelernt. Repetieren wir kurz: das schöne Hornissennest, welches wir im Wald am Ausgang der Höllgrotten an einem Vogelhäuschen entdecken, ist das jetzt ein Stalagmit oder ein Stalaktit?

Schulanfang.

Erste Geologiestunde nach den wie immer viel zu langen Sommerferien. Wir machen eine Exkursion in die Höllgrotten Baar und lernen dort, Stalaktiten von Stalagmiten zu unterscheiden: Titten hängen. Und Mieten steigen.

Pfeifkonzert.

Oberhalb vom Liplisbüel lauschen wir bei herrlicher Akustik dem Murmeltierchörli „Echo vom Chaiserstock“, welches immer wieder, zwar eintönig aber dafür recht vielstimmig, den Naturjuz „Miär pfiffid uf de Mändig“ anstimmt.

Schöpfungsgeschichte.

Gott schuf die Welt in nur sieben Tagen. Um allerdings die Achatsteine für Sigmar Polkes Kirchenfenster im Grossmünster so schön hinzukriegen, brauchte er dann nochmals ein paar Millionen Jahre.

Erstbesteigung.

Es soll tausende ignoranter Pariser geben, die noch nie auf dem Eiffelturm waren. Und sehr viele Zürcher, die noch nie das Grossmünster bestiegen haben. Seit heute, und nach 187 Stufen, sind es immerhin zwei weniger.

Postkarte.

Liebe alle. Wir senden euch sonnige Grüsse aus unseren Sommerferien in Hemberg, wo wir heute Morgen wohlbehalten angekommen sind. Am Abend fahren wir schon wieder heim. Freuen uns, bis wir euch endlich wiedersehen.

O Tannenbaum.

Im Forstwald Albisgüetli halten wir Ausschau nach einem Christbaum. Schliesslich ist schon in 167 Tagen wieder Weihnachten. Und dieses Jahr wollen wir mit den Festvorbereitungen nicht wieder bis zur letzten Sekunde zuwarten.

Kontrastprogramm.

Klöntal statt Aktenberg. Postauto statt Rushhour. Liegewiese statt Sitzungszimmer. Picknick statt Businesslunch. Badeplausch statt Bürostress. Zweisamkeit statt Teamspirit. Zwitscher statt Twitter. Montag statt Workflow.

Schweissausbruch.

Diese Affenhitze, kaum zum Aushalten! Als mentale Abkühlung buchen wir deshalb heute ein paar Ferientage in Neapel. Dort liegen die Tagesdurchschnittstemperaturen Ende August bei angenehmen 27,5° C.

Warme Spur.

Irgendjemand in Oberwil-Lieli scheisst ganz offensichtlich auf den Erlass der Gemeindebehörden. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Nur soviel ist zur Zeit sicher: Ein Ausländer kann es nicht gewesen sein.

Glarnerland.

Kein einziger Ausländer weit und breit. Schulkinder in Warnwesten, die am Montagmorgen auf der Strasse „fötzelen“: Wir sind heute im aargauischen Oberwil-Lieli. Und hier kümmert man sich noch um seinen eigenen Dreck.

Alpamare.

Mit Wellen von bis zu 5 cm Höhe, Rutschbahnen mit einer Gesamtlänge von 0 Metern und einer Besucherzahl von bis zu 2 Personen und 1 Hund pro Montag gilt das Faulenzbad in Immensee als eines der erholsamsten weit und breit.

Lichte Höhe.

Im Leben kommt alles irgendwann zurück. Ausser, wenn es nie dort war: Weil es im Winter so wenig geschneit hat, ist der Wasserstand im Frühling so tief, dass unser Rheinschiff noch ganz knapp die alte Holzbrücke passieren kann.

Lila Lilie.

Während viele seriöse Geschäfte mittlerweile am Montag geschlossen bleiben, hat diese schöne Wiesenblume am Rheinuferwegesrand zwischen Schaffhausen und Diessenhofen extra wegen uns geöffnet.

MoMoll.

Macht Migros mit munteren Montagsmuffelmarketingmassnahmen mittelfristig mehr Millionen? Mitnichten! Manche modernen Menschen machen möglicherweise montags manchmal miteinander Monstermärsche.

Aura-Fotografie.

Ausflug an den Walensee und in die Esoterik. Nach einem ausgiebigen Bad macht Mutter Sonne Theos Feinstofflichkeit sichtbar. Im Kronbereich wunderschön zu erkennen sind das bereinigte Fress-, Spiel- und Liebes-Chakra.

Fake News.

Der Film „Denial“, in welchem Rachel Weisz die jüdische Historikerin Deborah E. Lipstadt gibt, die sich vor Gericht gegen einen Holocaust-Leugner behaupten muss, lief heute gar nicht im Kino Houdini und ist überhaupt nie gedreht worden.

Green City.

Bei diesem Wetter kribbelts den Stadtgärtnern in den Fingern. Doch Vorsicht! Bevor auf dem Balkon gepflanzt werden kann, will erst das Geländer geschnitten, die Sonnenstore gestutzt und der Betonboden gepflügt werden.

Ausnahmezustand.

Weil nächsten Freitag frei ist, ist Montag heute ausnahmsweise kein Freitag. Auf dem Weg zur Arbeit wünscht uns Unbekannt dazu viel Glück. Danke vielmals und versprochen: Wir werden es nicht noch einmal herausfordern.

Viel Glück.

Wir können einen Ausflug ins Goldingertal nur empfehlen. Das Glück liegt hier auf der Wiese. Wenn du dir Zeit nimmst und genauer hinschaust, kann du es auch finden, denn wir haben es extra für dich stehen lassen.

Drive in.

Das zauberhafte Goldingertal erreicht man von Zürich aus in etwa fünf viertel Stunden ganz bequem mit S-Bahn, Bus oder Postauto. Wer unbedingt will, kann natürlich auch das Auto nehmen.

Prime Primeli.

Auch das schönste aller Schlüsselblümchen (primula veris) lebt im Goldingertal: Wer es noch sehen möchte, sollte sich aber ein bisschen beeilen. Schönheit kann bekanntlich ziemlich schnell verwelken.

Vogelshausen.

Originelle Architektur, idyllische Lage, längste Sonnenscheindauer im Kanton Zürich und gute Höhenluft: das Goldingertal bietet Wohn- und Lebensraum in einzigartiger Vögeliwohlfühlatmosphäre.

Q-Milch.

Heute Ausflug ins uns unbekannte Goldingertal, wo die Milch besonders gut sein soll, weil die Kühe besonders glücklich sein sollen, weil sie sich ausschliesslich von vierblättrigen Kleeblättern ernähren sollen.